Niederschlagsauswertung seit 2018

Das Thema Trockenheit / Dürre steht bei den Wetterthemen seit dem vergangenen Sommer 2018 auch in Mecklenburg-Vorpommern ganz oben. Zuletzt war der April und Mai sehr trocken, im Juni fielen regional größere Regenmengen durch Gewitter. Der aktuelle Monat Juli weist bislang wieder ein Niederschlagsdefizit auf. Insgesamt bleibt die Situation damit angespannt, auch in tieferen Bodenschichten fehlt das Wasser, die meisten Regenfälle dringen überhaupt nicht so tief in das Erdreich ein.


MV-Flächenmittel der Niederschlagsmenge 2018 und Monate 2019
(dahinter Abweichung vom Mittel der Periode 1981-2010)

Jahr 2018: 430,1 mm // -188,7 mm
Januar 2019: 52,5 mm // +2,7 mm
Februar 2019: 25,5 mm // -14,4 mm
März 2019: 51,6 mm // +5,8 mm
April 2019: 13,9 mm // -21,8 mm
Mai 2019: 37,5 mm // -16,2 mm
Juni 2019: 72,0 mm // +5,9 mm

Deutlich zu nasse Monate (Im Landesmittel, regional viel trockener/ nasser) traten seit Längerem nicht mehr auf. Im letzten Jahr „fehlten“ knapp 190 Liter Niederschlagswasser zum Durchschnittswert.


In der folgenden Tabelle ist für ausgewählte Wetterstationen jeweils die Gesamtbilanz für das Jahr 2018 zu sehen, sowie für das aktuelle Jahr 2019 bis zum 20.Juli. Die Abweichung bezieht sich jeweils auf das 30jährige Klimamittel von 1981 bis 2010. Bei Niederschlagsauswertungen ist zu beachten, dass lokal eng begrenzt große Unterschiede vorliegen können. Schon ein kräftiges Sommergewitter kann in ein bis zwei Stunden 50 mm Regen oder mehr bringen und schon sieht eine Bilanz ganz anders aus.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass in der ersten Hälfte des Jahres 2019 kein erheblicher Ausgleich der Vorjahresdürre erfolgte. Zwar setzten sich im Winter vorrübergehend nasse Westwetterlagen durch, große Regenmengen blieben aber aus. Nur einige wenige der insgesamt über 100 Niederschlagsmessstellen in Mecklenburg-Vorpommern weisen einen Überschuss bei der bisherigen Jahresniederschlagssumme bis 20.07.2019 auf, jedoch keine der hier ausgewerteten Stationen.

Hinweis : mm = l/m²

Auch die Wasserstände an Flüssen und Seen im Land sind weiterhin auf unterdurchschnittlichem Niveau. Aktuell fehlen der Elbe noch immer knapp zwei Meter Wasser. Bei Neu Darchau steht der Fluss bei gerade einmal 82 Zentimetern. Auch dem Schweriner See fehlen gut 20 Zentimeter Wasser. Er steht aktuell bei 91 Zentimetern.

Abschließend ein Blick auf die Stationsgrafiken des DWD zur Bodenfeuchte in der Schicht von 0 bis 60 cm unter Gras (unteres Diagramm). Farblich dargestellt ist die nutzbare Feldkapazität in %. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um das pflanzennutzbare Wasser. Als Beispiel wurden Groß Lüsewitz südöstlich von Rostock und Ueckermünde ausgewählt.

Braun eingefärbt: bis etwa 35 cm Tiefe staubtrocken in Ueckermünde. Die geringen Regenmengen vom 14./20. und 21.Juli drangen kaum in den Erdboden ein.
Quelle Grafiken: https://www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfeuchte/bodenfeuchte.html

Zur Orientierung / Einordnung des nFK-Wertes:

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